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Tag des offenen Denkmals 2017

Am Sonntag, den 10. September 2017, bietet der "Tag des offenen Denkmals" wieder interessierten Menschen die Möglichkeit, historische Bauten neu oder unter ungewohnten Aspekten kennen zu lernen.

Auch Crailsheim beteiligt sich wieder mit einer Reihe von Kulturdenkmalen. Fachkundige Führungen geben Einblicke in historische Zusammenhänge und lenken den Blick auf Details, die sonst häufig verborgen bleiben.

Der zentral gelegene Sakralbau der Liebfrauenkapelle wird 1370 erstmals erwähnt und 1393 geweiht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle durch den Einsatz der Bürgerschaft vor dem geplanten Abriss gerettet. 1945 im Zuge der Kämpfe um die Stadt ausgebrannt, wurde die Kapelle wieder errichtet und weist noch einige bauliche und künstlerische Elemente aus der Vorkriegszeit auf.

Die Führungen geben Einblicke in die Geschichte der Kapelle, erläutern deren heutige Innenausstattung und berichten von den Geschichten, die mit ihr verbunden sind.

Ort: Kapellengasse 1/Lange Straße
Geöffnet: 11-17 Uhr
Führungen: 11 und 14 Uhr

Liebfrauenkapelle

Der Alte Crailsheimer Friedhof, heute Ehrenfriedhof, war von 1546 bis 1901 Hauptbegräbnisplatz der evangelischen Crailsheimer Bevölkerung. Ursprünglich als Pestfriedhof angelegt wurde er 1579/80 mit einer Kapelle versehen und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach erweitert. Seit 1959 ist sein östlicher Teil als „Ehrenfriedhof“ für die Opfer der Kämpfe um Crailsheim am Ende des Zweiten Weltkriegs ausgewiesen.

Die Rundgänge um 12 und 15 Uhr erläutern die historischen Bedingungen, die zur Anlage des Friedhofs führten, betrachten den Innenraum der Kapelle und einige der wertvollen Grabdenkmäler. Im Rahmen der Führung ist auch ein Blick in die Bibrasche Grabgruft möglich.

Ort: Schillerstr. 11/Alter Friedhofsweg
Geöffnet: 11-17 Uhr
Führungen: 12 und 15 Uhr

Innenraum der Gottesackerkapelle

Der 57 m hohe Rathausturm bildet zusammen mit der benachbarten Liebfrauenkapelle das bauliche Wahrzeichen der Crailsheimer Innenstadt. Der Turm in seiner heutigen, nach 1945 rekonstruierten Form geht auf einen Bau des Jahres 1717/18 zurück. Von seinem Turmkranz aus genießt man einen herrlichen Blick auf die Stadt Crailsheim und ihr Umland.

Seit der Sanierung des Rathaushauptbaus 2010 ist der Eingangsbereich des Turmes mit Freitreppe und Holzportal wieder dem historischen Zustand nachempfunden. Im Erdgeschoss des Turmes informiert eine Erinnerungsstätte an die Zerstörung der Stadt Crailsheim am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Ort: Marktplatz/Lange Straße
Führungen: 11 und 16 Uhr

Wiederbekrönung Rathausturm

Ursprünglich wohl der Bergfried einer der Stadt vorgelagerten Wasserburg wurde der Diebsturm bei der Stadterweiterung des 15. Jahrhunderts als nordöstlicher Eckturm in den Ring der Stadtbefestigung mit einbezogen. Wie sein Name belegt, wurde er auch als Gefängnisturm genutzt.

Zusammen mit dem rekonstruierten Teil des Wehrganges gibt der Diebsturm einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der alten markgräflichen Grenzstadt Crailsheim und erzählt gleichzeitig vom Umgang mit Straftätern in früheren Jahrhunderten. Seit April 2016 entführt eine audiovisuelle Installation im früheren Kerker den Besucher in die Zeit der Hexenprozesse in Crailsheim.


Ort: Ringgasse 5
Führungen: 13 und 16 Uhr

Diebsturm

Ab dem Jahr 1400 wurde Crailsheim von den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach zu einer Grenzbastion ausgebaut. Dazu erhielt die Stadt eine über 1.100 m lange, massive Stadtmauer mit Zwinger und Graben. Drei befestigte Stadttore sowie ein Dutzend Mauertürme dienten der Verteidigung der Stadt.
Einer der wenigen noch erhaltenen Mauertürme ist der Zeughausturm an der Grabenstraße/Jagststraße. Seinen Namen erhielt der Turm an der Westmauer der Stadtbefestigung von dem dahinter liegenden Zeughaus oder „Bauhaus“, dem Aufbewahrungsort für das städtische Kriegsgerät.

Der Turm ist am Denkmalstag erstmals frei zugänglich und beherbergt eine kleine Dokumentation zur historischen Stadtbefestigung Crailsheims.

Ort: Jagststraße/Grabenstraße
Geöffnet: 11-17 Uhr

Zeughausturm