Aktuelles

Veranstaltungen

Donnerstag, 23.09.2021

Sophie Scholl ist eine Ikone. Ein Mythos. Ein Denkmal. Aus Anlass ihres 100. Geburtstags am 9. Mai wurde sie als Vorbild gefeiert. Überall sind Schulen und Straßen nach ihr benannt. Wer aber war Sophie Scholl? Robert M. Zoske wirft in seiner Biografie ein neues Licht auf die junge Frau, deren Leben am 22. Februar 1943 in München-Stadelheim unter dem Fallbeil endete.

In seinem Buch wird aus Sophie Scholl wieder ein Mensch aus Fleisch und Blut. Eine junge Frau, die Liebe und Freundschaft auf verwirrende und widersprüchliche Weise erlebte. Die sich Jahre lang begeistert im Bund Deutscher Mädel (BDM) engagierte. Die hohe Ideale hatte und nur langsam erkannte, dass der Nationalsozialismus sie aufs Brutalste verriet. 1942 schreibt sie: „Habe ich geträumt bisher? Manchmal vielleicht. Aber ich glaube, ich bin aufgewacht“. Auf der Basis von bislang unveröffentlichtem Quellenmaterial schildert Zoske diesen Prozess des Wachwerdens.

Am diesjährigen „Crailsheimer Tag der Weißen Rose“ wird er in einem Vortrag über seine Recherchen berichten und seine viel beachtete Biografie Sophie Scholls vorstellen.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchiv und Weiße Rose-Arbeitskreis Crailsheim)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: frei (um Spenden wird gebeten)

Kooperation:

Stadtarchiv und Weiße Rose-Arbeitskreis Crailsheim


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Mittwoch, 29.09.2021

Hanns Berger: Der Wiederaufbau Rothenburgs ob der Tauber nach dem Zweiten Weltkrieg

Was für Manchen eine Überraschung sein mag: Auch Rothenburg ob der Tauber wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs in beträchtlichem Ausmaß zerstört.

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Der Wiederaufbau war in den 1950er und 1960er Jahren Gegenstand der Diskussion in Fachkreisen, aber auch in der interessierten und betroffenen Bevölkerung, insbesondere weil Rothenburg schon vor dem Zweiten Weltkrieg eine besondere Rolle für die Denkmalpflege spielte und der Wiederaufbau der Stadt als “programmatische Bauaufgabe” vorangetrieben wurde.

 

Der Vortrag zeigt die Entscheidungen, Leitlinien und Entwicklungen des Wiederaufbaus Rothenburgs und bietet so ein Alternativmodell zur Situation in Crailsheim.



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: 5 € (Abendkasse), Mitglieder des Crailsheimer Historischen Vereins frei

Kooperation:

Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein


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Donnerstag, 21.10.2021

Andreas Mundt: Hans Sachs (1874-1947) – Ein Crailsheimer als Beobachter der Weimarer Nationalversammlung 1919

Von Hans Sachs, Sohn des Stadtschultheißen Leonhard Sachs, befindet sich im Stadtarchiv ein größerer Nachlass.

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Darin befinden sich drei Tagebuch-Bändchen von Sachs über seine Zeit als Beobachter der Nationalversammlung in Weimar. Als Mitarbeiter des Reichskolonialamtes war er dorthin abgeordnet worden und begleitete die Verhandlungen von Februar bis August 1919.

Die Tagebücher führen hinein in einen turbulenten Zeitabschnitt der deutschen Geschichte unmittelbar nach der Erschütterung durch den verlorenen Ersten Weltkrieg – ein Zeitabschnitt, in dem Vieles in der Schwebe war, die unterschiedlichsten Entwicklungen möglich schienen. Hans Sachs war als Beobachter und Zeitzeuge mittendrin und seine lebensnahen Ausführungen geben Anstöße sich mit den Details dieser Zeit zu beschäftigen.



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: frei (um Spenden wird gebeten)

Kooperation:

Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein


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Montag, 08.11.2021

Hans Gräser: Juden in Crailsheim im Spätmittelalter

Auch wenn Crailsheim nicht auf 1700 Jahre jüdisches Leben zurückblicken kann, so lebten doch von ca. 1345 bis 1942 Juden nahezu kontinuierlich 600 Jahre hier.

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Eine erste Ansiedlung lässt sich indirekt aus den Pogromen im Zuge der Pest 1349/50 erschließen.

Ab 1382 sind in Rothenburg wieder Juden mit der Herkunftsbezeichnung "von Crailsheim" belegt. In Crailsheimer Quellen tauchen sie ab 1440 wieder auf. 1462 bitten sie darum, auswärtige Juden zum Laubhüttenfest einladen zu dürfen, damit die Mindestzahl von zehn Männern für den Gottesdienst erreicht wird. Gleichzeitig weisen die Reichsstädte ihre Juden aus, was um 1480 der Crailsheimer Stadtpfarrer Sattler in seiner stark antijüdisch geprägten Judenordnung aufnimmt. 1508 folgt der Markgraf den Vorschlägen Sattlers in einer speziellen Crailsheimer Judenordnung und in der Folge versuchen seine Söhne tatsächlich die Austreibung der jüdischen Minderheit. Jedoch werden sie prompt von den Reichsrittern in der Umgebung angesiedelt und dürfen unter kaiserlichem Schutz weiterhin die Stadt besuchen, so dass 1596 der Markgraf selbst wieder Schutzjuden in der Stadt aufnimmt.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: frei (um Spenden wird gebeten)

Kooperation:

Stadtarchiv und Crailsheimer Historischer Verein


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Dienstag, 09.11.2021

Ilse Raetsch: Jüdisches Leben in Deutschland heute

Wie hat sich Jüdisches Leben nach dem Kriegsende in Deutschland entwickelt?

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Welche jüdischen Gruppierungen gibt es heute in Deutschland und wie sind sie organisiert? Wie können Minderheiten bei uns ihre Gottesdienste und Feste feiern? Welchen kulturellen Beitrag leisten Juden nach wie vor in Deutschland? Welche Rolle spielen Frauen in den jüdischen Gemeinden? Wie kann man die heutige Politik in Israel von außen beurteilen? Was darf niemals mehr sein, und was könnte heute in der Beziehung zwischen Juden und Deutschen möglich werden? Diesen und weiteren Fragen geht Ilse Raetsch in ihrem Vortrag nach.

 

Frau Raetsch studierte Ökotrophologie und ist seit 40 Jahren Redakteurin bei Fach- und Wissenschaftszeitschriften. An der Münchner Volkshochschule vermittelte sie Wissen über das Judentum. Sie ist Mitglied der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchiv und Initiative Erinnerung und Verantwortung)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: Eintritt frei (um Spenden wird gebeten)

Anmeldung erforderlich: ja

Kooperation:

Stadtarchiv und Initiative Erinnerung und Verantwortung


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Freitag, 12.11.2021

Prof. Dr. Andreas Matzarakis: Der Klimawandel und seine Auswirkungen

Es geht um den "anthropogenen" Klimawandel, dessen Ursachen und Auswirkungen.

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Der „anthropogene“ Klimawandel wird zukünftig vor allem gekennzeichnet sein durch häufigere sommerliche Hitzewellen, die länger anhalten und ein stärkeres Ausmaß erreichen. Das kann sich nicht nur negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Menschen müssen sich an die neuen Bedingungen und Situationen anpassen und dafür Sorge tragen, dass die Ursachen reduziert werden und die Auswirkungen nicht zu stark sind.

 

Gast ist Prof. Andreas Matzarakis. Er leitet seit August 2015 das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdiensts in Freiburg. Seit 2016 ist er auch Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Medizin-Meteorologischen Forschung in Deutschland.

 



Kategorie: Vorträge , Stadtveranstaltungen , Stadtveranstaltungen

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (vhs, Stadtarchiv und dem Ressort Digitales & Kommunikation der Stadt Crailsheim)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:00 Uhr

Eintrittspreis: 8€

Anmeldung erforderlich: ja

Kooperation:

vhs, Stadtarchiv und dem Ressort Digitales & Kommunikation der Stadt Crailsheim


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Montag, 15.11.2021

Dr. Helga Steiger: Kirchenbaumeister Heinrich Dolmtsch (1846-1908) Der Erbauer der Kapelle auf dem Neuen Friedhof in Crailsheim

Mit der Einrichtung des neuen Crailsheimer Friedhofs wurde auch eine Kapelle gebaut, die erstmals von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wurde.

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Mit der Einrichtung des neuen Crailsheimer Friedhofs im Jahr 1901 wurde auf dem Gelände vor der Stadt auch eine Kapelle gebaut, die erstmals von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wurde.

Als Architekt wurde Heinrich Dolmetsch (1846–1908) gewonnen, der in den Jahrzehnten um 1900 prägend für den Kirchenbau im deutschen Südwesten wurde. Nach dem Brand der Gaildorfer Stadtkirche 1868 war Dolmetsch mit deren Wiederaufbau beauftragt worden. So begann seine Spezialisierung auf Neu- und Umbau von Kirchen. Insgesamt errichtete Dolmetsch zwischen 1880 und 1908 nach bisherigem Kenntnisstand 17 Kirchen neu, rund 100 Bauten wurden unter seiner Leitung grundlegend restauriert. Zu weiteren 50 Kirchenbauten gab er Gutachten ab.

Auch zahlreiche Gebäude in der Region wurden von ihm neu- oder umgebaut, so die Katharinen- und Michaelskirche in Hall, die Stadtkirche in Langenburg sowie die Kirchen in Geifertshofen und Brettheim. In Crailsheim war Dolmetsch auch an der Johanneskirche tätig.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (Stadtarchivs Crailsheim und Crailsheimer Historischer Verein)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:30 Uhr

Eintrittspreis: 5 € (Abendkasse), Mitglieder des Crailsheimer Historischen Vereins frei

Anmeldung erforderlich: ja

Kooperation:

Stadtarchiv Crailsheim und Crailsheimer Historischer Verein


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Montag, 17.01.2022

Sophie von Bechtolsheim: Wie prägt der Nationalsozialismus Familien?

Nach dem Erfolg ihres Buches „Stauffenberg - mein Großvater war kein Attentäter“ erhielt Sophie von Bechtolsheim zahlreiche Briefe und E-Mails...

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...in denen ihr Menschen von sich und ihren Familien erzählten: von den Schuldgefühlen angesichts der eigenen Begeisterung für Hitler, von den Erlebnissen während des Nationalsozialismus und in der Zeit danach und wie diese Zeit bis heute prägende Wirkung in den Familien entfaltet. In ihrem neuen Buch „Stauffenberg. Folgen“ begegnet von Bechtolsheim diesen Menschen, die ihr von der Prägekraft der Geschichte erzählen und von den Fragen, die sie beschäftigen: Aus welchen Motiven handeln wir? Welche äußeren Umstände sind entscheidend? Wie viel Freiheit hat der Einzelne bei der Bestimmung seines Lebens?

 

Sophie von Bechtolsheim, geb. 1968, ist Historikerin und Kommunikationswissenschaftlerin. Die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg lebt und arbeitet als Mediatorin in Oberbayern und setzt sich zudem für den Täter-Opfer-Ausgleich ein. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim (vhs, Stadtarchiv und dem Ressort Digitales & Kommunikation der Stadt Crailsheim)

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:00 Uhr

Eintrittspreis: Eintritt frei

Kooperation:

vhs, Stadtarchiv und dem Ressort Digitales & Kommunikation der Stadt Crailsheim, in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung


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Sonntag, 20.02.2022

Schwere Vorwürfe erhoben beim Wiederaufbau Crailsheims renommierte Stadtplaner: „Die Stadt hat […] ihre städtebauliche und Grünflächenplanung in einem Maße vernachlässigt oder falsch verstanden, dass sie für den flüchtigen Besucher zu einer der unerfreulichsten und sprödesten Städte geworden ist.“ Offenbar wurde das Grün in der Stadt damals nicht als Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität gesehen. Das war nicht immer so und sollte nicht so bleiben. Der Vortrag von Helga Steiger gibt einen Überblick über die Geschichte der Gärten und Parks in Crailsheim.

 

Der zweite Vortrag des Abends behandelt ausgehend vom 175. Gründungsjubiläum des TSV Crailsheim die Geschichte des Sports in der Stadt. Die Turnbewegung und später die Begeisterung für Sport allgemein ist auch in Crailsheim eine Erscheinung des bürgerlichen Zeitalters seit dem 19. Jahrhundert. Folker Förtsch beleuchtet die Anfänge des Sports in Crailsheim und einige ausgewählte Marksteine, die die Stadt zur „Sportstadt Nr. 1“ in Hohenlohe werden ließen.

 



Kategorie: Vorträge , Geschichte/ Erinnerungskultur, Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim

Veranstaltungsort: Ratssaal

Beginn: 19:00 Uhr

Eintrittspreis: Karten-Vorverkauf (4€) im Bürgerbüro Crailsheim


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